Urlaub in EU-Kroatien...

Die Altstadt von Krk.
Die Altstadt von Krk.

Auch wenn es durch die jahrelangen Übergangsfristen noch dauert, bis der Wirtschaftsraum tatsächlich einheitlich ist, profitieren die zahlreichen, österreichischen Kroatien-Urlauber schon ab jetzt vom EU-Beitritt ihres Urlaubslandes. Wir fassen die wichtigsten Neuerungen zusammen.

 

Grenzkontrollen fallen zwar noch nicht weg, aber es wird nur mehr einmal pro Grenze kontrolliert. D.h. die Grenzposten von Slowenien bzw. Ungarn und Kroatien kontrollieren ab jetzt gemeinsam. Dadurch lösen sich die bisher oft damit verbundenen lästigen Staus hoffentlich in Luft auf. Auch die routinemäßige Zollkontrolle entfällt, stattdessen gibt es stichprobenartige Kontrollen im Landesinneren. Pass oder Personalausweis muss weiterhin mitgeführt werden und zumindest für die Dauer des Aufenthaltes noch gültig sein.

 

Weiters gelten ab jetzt auch in Kroatien die EU-Fluggastrechte und bei Versicherungsfällen soll es ebenfalls Erleichterungen geben. Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass die kroatischen Behörden jetzt zur grenzüberschreitenden Verfolgung von Temposündern & Co ermächtigt sind. Fahrzeuge mit EU-Kennzeichen benötigen jetzt nicht mehr einen extra Landesaufkleber und auch die Grüne Versicherungskarte ist kein Muss mehr, allerdings empfiehlt der ÖAMTC diese weiterhin mitzuführen.

 

Auch wenn man sie im Urlaub hoffentlich nicht braucht – die Europäische Versicherungskarte (auf der Rückseite der E-Card) ist jetzt auch in Kroatien gültig. Allerdings ist damit nur die Behandlung in öffentlichen Einrichtungen abgedeckt, weshalb der ÖAMTC einen zusätzlichen Auslandskrankenschutz empfiehlt.

 

Das Telefonieren ist seit 1. Juli für Kroatien-Urlauber doppelt günstiger, denn erstens hat die EU die Roaming-Kosten zu diesem Datum wieder gesenkt und zweitens gelten diese jetzt auch in Kroatien.

 

Waren zum persönlichen Gebrauch dürfen unbegrenzt ein- und ausgeführt werden. Bei Alkohol und Rauchwaren gelten die üblichen Begrenzungen von 800 Zigaretten, zehn Litern hochprozentige Spirituosen, 20 Litern Spirituosen unter 22 Vol.-Prozent, 90 Litern Wein und 110 Litern Bier.

 

Für die Bootsbesitzer unter uns gibt es schlechte Nachrichten: Wer seine Yacht schon vor dem EU-Beitritt in Kroatien liegen hatte, muss diese evt. nachversteuern oder nachverzollen. Das entsprechende Gesetz wurde aber noch nicht verabschiedet.

 

Zusätzlich kann in Zukunft vielleicht Kroatien daheim genossen werden, da der EU-Export von Fisch und Meeresfrüchten durch den Beitritt und den damit verbundenen Wegfall von Zöllen für Kroatien attraktiver geworden ist.

 

Schönen Urlaub! :)

 

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