Regina abroad - Mittelamerika

LanguageKitchen abroad, Übersetzung, Atitlan


Regina & Michael führte das diesjährige Fernweh nach Mittelamerika, genauer gesagt nach Honduras. Dort besuchten sie Reginas Schwester Anna, die dort ein Jahr als Physiotherapeutin in einem Kinderdorf arbeitet. Mit ihr verbrachten sie den ersten Teil der Reise, in dem sie Guatemala erkundeten. Im zweiten Teil lockten sie die Islas de la Bahia, von denen sie zum Schluss fast nicht mehr weg konnten (im wahrsten Sinne des Wortes).

(c) RB-Deskkart
(c) RB-Deskkart

Zwischenstation: Panama City

 

Da man so oder so umsteigen muss, wenn man nach Honduras fliegt, legten wir einen Stopp von 23 Stunden in Panama City ein, um uns die Stadt anzusehen. In der kurzen Zeit (schlafen mussten wir auch ein bisschen) waren der Panama-Kanal - immerhin "achtes Weltwunder" - und die vorgelagerte Inselgruppe Bocas del Toro leider nicht drinnen. Wir haben jedoch die Altstadt und die beeindruckende Skyline der City direkt am Meer bewundert, am Fischmarkt köstliches Ceviche genossen und sind dann glücklicherweise auch wieder zu unserem Hotel gekommen (gar nicht so einfach, weil eine Adresse anscheinend keine klare Angabe für Taxifahrer ist - es muss etwas Bekanntes in der Nähe sein, damit sie sich auskennen!).


Copán

 

Die nächste Station der Reise war Copán. Copán ist eine Ruinenstätte der Mayakultur in Honduras und teilweise noch sehr gut erhalten. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit im 8. Jahrhundert und wurde wenige Jahrzehnte später aus unbekannten Gründen verlassen. Seit 1980 gehört Copán zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Antigua

 

Von Copán ging es dann weiter über de Grenze nach Guatemala. Dort wurde unser Gepäck aufs genaueste (mitten auf der Straße) unter Bewachung von Militärs mit Maschinengewehr durchsucht. Erst nachdem Anna ihnen zwei Bücher ("die hat nur Bücher dabei") und der Michi ihnen Schmutzwäsche (...) gezeigt haben, durften wir wieder einpacken.


Antigua ist eine sehr schöne, aber auch recht touristische Stadt. Auch sie gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe und war von Mitte des 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts die Hauptstadt von Guatemala. Heute ist es eine Kleinstadt im zentralen Hochland, die vor allem wegen ihrer barocken Kolonialarchitektur, den guten und schönen Restaurants, Cafés & zahlreichen Sprachschulen viele Touristen anzieht.

 

Lago Atitlán

 

Der Atitlán See ist Guatemalas zweitgrößter See und liegt auf ca. 1500 Metern. Der See ist umgeben von drei Vulkanen, Tolimán, Atitlán und San Pedro, und liegt selbst in einer Caldera eines explodierten Vulkanes. Man kann zwar gut surfen auf dem Lago Atitlán, da häufig gute Windverhältnisse herrschen, es wird allerdings nicht empfohlen, da es unberechenbare Strömungen gibt, die schon etliche Surfer in die Untiefen des Sees gezogen haben sollen. Dort werden sie dann, einer Legende nach, von den Fischen aufgefressen (die Leichen werden nie gefunden). Aus diesem Grund essen die Bewohner um den See nach einem solchen Unglück tagelang keinen Fisch.

So etwas gruseliges ist uns zwar erspart geblieben (wir waren nicht surfen), aber wir wurden eines Abends ordentlich bei einem Erdbeben durchgerüttelt. Ausflüge in einen Naturpark wo es von Schmetterlingen nur so wimmelte und nach Chichicastenango (ein kleiner Ort im Hochland, der als Markt- und Umschlagplatz sowohl für Einheimische als auch für Touristen dient), wo es von Marktständen und Menschen nur so wimmelte, rundeten den Aufenthalt am See ab.


 

Roatán

 

Die Islas de la Bahía (Bay Islands) liegen vor der Nordküste Honduras in der Karibik. Roatán ist die größte der Inseln und (wie die ganze Inselgruppe) für seine schönen Tauchgebiete bekannt. Die Inseln liegen im Belize Barriere Riff, dem zweitgrößten Barriereriff der Welt.

Von Roatán gibt es nur wenige Fotos, da wir die Zeit zu sehr genossen haben, um viel mehr als kitschige Sonnenuntergangsfotos zu machen. :)

 

Cayo Cochino Grande

 

Die Cayos Cochinos gehören - genauso wie Roatán - zu den Islas de la Bahía, liegen jedoch näher am Festland in einem geschützten Marine Park. Aus diesem Grund sind sie vor allem für ihre intakte Unterwasserwelt und Korallen bekannt. Auf den Inseln selbst gibt es keine touristischen Einrichtungen, bis auf Tagesausflügler und das Turtle Bay Eco Resort, in dem wir die letzten Tage unserer Reise verbrachten. Wir waren die ersten Tage die einzigen Gäste in diesem kleinen Paradies und hatten somit eine ganze Insel "nur für uns".

Was macht man dann auf einer kleinen Insel in der Karibik ganz alleine? Tauchen, schnorcheln, lesen, die Ruhe genießen, Meeresrauschen & Blick auf die Wellen vom Bett aus genießen und Kolibris & Leguane vor der Haustüre beobachten. Am Morgen eine Schildkröte vorbeischwimmen sehen, tagsüber vom Dock aus riesige Fischschwärme und Tintenfisch Familien beobachten, eine Flunder und einen Seestern begrüßen, die immer im seichten Wasser warteten und in der Nacht getupfte Stachelrochen durch das Wasser schweben sehen, die vom Licht einer Taschenlampe magisch angezogen werden. Zumindest bis Sturm & Unwetter kommen und wir auf der Insel festsitzen, zusammen mit jetzt doch drei (unfreiwilligen) Gästen, deren Segelboot gleich zu Beginn des Unwetters an den Felsen unserer Bucht richtiggehend zerschellt ist (glücklicherweise ist niemandem ernsthaft etwas passiert).

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