Kulinarik & Genuss im Roussillon



Teil 2 des Gastbeitrags von Charlène Falgayrac über ihre französische Heimat nahe den Pyrenäen. Diesmal geht es um eines der wichtigsten Themen der Welt: Essen & Trinken.

Pa amb tomàquet, Vorspeise, Frankreich
Pa amb tomàquet (c) Charlène Falgayrac

 

Die Gastronomie in Nordkatalonien ist von der mediterranen Küche geprägt. Man benutzt viel Olivenöl, Knoblauch, Gemüse aus dem Süden wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Zucchini, Fischprodukte des Mittelmeeres und Kräuter wie Thymian und Basilikum.

 

Zudem findet man hier eine hohe Vielfalt an Wurst- und Fleischwaren, wie zum Beispiel „fouet“ (katalanische Wurst), „jambon de montagne“ (Bergschinken), „boudin blanc“ (Weißwurst) und „boudin noir“ (Blutwurst).

 

Eine sehr beliebte Vorspeise ist den „pa amb tomàquet“: geröstetes Bauernbrot wird mit Knoblauch und einer halben Tomate eingerieben. Darauf wird Olivenöl geträufelt und Salz gestreut. Je nach Geschmack kann man auch eine Scheibe Bergschinken darauflegen.


Eine ausgefallene Spezialität ist die „cargolade“: dabei handelt es sich um gegrillte Schnecken, welche mit Schweinsschmalz, Pfeffer, Salz und Knoblauch gefüllt werden. Die „boles de picolat“, köstliche faschierte Fleischbällchen mit Sauce, sind ein anderes Gericht, das die katalanische Küche gut vertritt.

Rousquilles, Kekse, Frankreich, Roussillon
Rousquilles (c) Charlène Falgayrac

Die Gegend bietet auch süße Köstlichkeiten wie „crème catalane“ (eine Art Crème Brûlée), „rousquilles“ (weißglasierte Aniskekse) und „bunyetes“ (Fladen aus mit Orangenblüten parfümiertem Teig, die in Fett schwimmend gebacken und mit Zucker bestreut werden).


Neben diesen kulinarischen Gaumenfreuden bietet die Gegend eine schöne Palette von Weinen, bei denen man schmeckt, dass sie von der Sonne verwöhnt sind. Alle Farben sind vertreten: weiß, rot und rosé. Die Stars sind hier der natursüße Weißwein Muscat de Rivesaltes und der rote, süße Banyuls, die perfekte Begleiter für Aperitif oder Dessert darstellen.


Schlemmer kommen also im Roussillon nicht zu kurz und werden hier mit einem reichhaltigen Angebot befriedigt.


Nächste Woche verrät uns Charlène noch das Rezept für die „boles de picolat“!

 

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